"Imagine", ein Konzert für Frieden und Hoffnung

„Imagine“ - ein Konzert für Frieden und Hoffnung.

Chöre und Orchester des Gymnasiums am Schloss gestalten eindrucksvollen musikalischen Abend.

Die Sehnsucht nach Frieden hat die Menschen schon immer beschäftigt – und sie tut es bis heute. Bei ihrem Konzert in der Vorweihnachtszeit haben die Chöre und Orchester des Saarbrücker Gymnasiums am Schloss das Thema in der abgedunkelten und voll besetzten Eli.ja-Jugendkirche in unterschiedlichen musikalischen Stilen stimmungsvoll aufgegriffen. Unter der Leitung von Julia Stodtmeister, Valeria Metzler und unterstützt von Jonathan Blanchette, der im vergangenen Schuljahr sein Abitur gemacht hat, präsentierten Unterstufen-, Mittelstufen- und Eltern-Lehrer-Schüler-Chor zusammen mit dem Orchester SMS und dem Samstags-Orchester sowie einigen Solistinnen und Solisten ein breit gefächertes Programm.

„Imagine“ - ein Konzert für Frieden und Hoffnung.

Chöre und Orchester des Gymnasiums am Schloss gestalten eindrucksvollen musikalischen Abend.

Die Sehnsucht nach Frieden hat die Menschen schon immer beschäftigt – und sie tut es bis heute. Bei ihrem Konzert in der Vorweihnachtszeit haben die Chöre und Orchester des Saarbrücker Gymnasiums am Schloss das Thema in der abgedunkelten und voll besetzten Eli.ja-Jugendkirche in unterschiedlichen musikalischen Stilen stimmungsvoll aufgegriffen. Unter der Leitung von Julia Stodtmeister, Valeria Metzler und unterstützt von Jonathan Blanchette, der im vergangenen Schuljahr sein Abitur gemacht hat, präsentierten Unterstufen-, Mittelstufen- und Eltern-Lehrer-Schüler-Chor zusammen mit dem Orchester SMS und dem Samstags-Orchester sowie einigen Solistinnen und Solisten ein breit gefächertes Programm.

Den stimmungsvollen Auftakt übernahmen die Jüngeren im Unter- und Mittelstufenchor, die während sie Karl Jenkins und Mike Ratledges „Adiemus“ anstimmten von beiden Seiten auf die in sanften Farben erleuchtete „Bühne“ schritten – und so ein Stück Licht brachten. Schulleiter Hanns Peter Hofmann sprach einige einleitende Worte, wies dabei auf die vielen unterschiedlichen Ensembles des starken Musikzweigs hin, die gerade in der Adventszeit mit ihren Auftritten besonders präsent seien.

Dann gehörte der Abend aber der Musik: Bei den Stücken wechselten sich A-Cappella-Werke wie „Es kommt ein Schiff geladen“ (Satz: Jonathan Blanchette) oder „Für das Heil Herr aller Völker“ (nach Henry Purcell) mit solchen ab, die vom Unterstufen- und Samstagsorchester mal gemeinsam, mal einzeln begleitet wurden. Dafür stand etwa das berühmte „Dona Nobis Pacem“ im ersten Teil des Abends.

Dazu kamen reine Orchesterwerke wie der auf starker Basslinie fußende „Kanon in D“ von Johann Pachelbel oder auch das elegante „La Paix“ aus Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik.

Besonders brillant zeigte sich der erste Satz (Allegro molto appassionato) aus Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert in e-Moll. Den Solopart hatte die Schülerin Yasmin Tang, Klassenstufe 12, übernommen. Sie bewies darin ihre beeindruckende Klasse, im technischen Können genauso wie im wunderbaren Ton. Damit zog sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer ganz in ihren Bann, an einigen zarten Stellen wurde es atemlos still im weiten Rund. Am Ende war der Applaus umso lauter. Überzeugender Partner war ihr dabei das Samstagsorchester. Vor der Pause fanden sich dann die Chöre im wunderschönen Satz „Verleih uns Frieden“ von Mendelssohn Bartholdy zusammen.

Nach der kurzen Unterbrechung, in der sich alle stärkten, zudem eine kleine, aber feine Ausstellung mit Plakaten von Pablo Picasso zum Thema Frieden/Friedenstaube ansehen konnten, bewies das Samstagsorchester erneut, wie weit es musikalisch fortgeschritten ist: bei Peter Tschaikowskys Blumenwalzer aus der wohl weihnachtlichsten aller Ballettmusiken, dem „Nussknacker“. Den Klavierpart übernahm gewohnt souverän und mitreißend Paul Gurti (Klasse 10a).

Schwungvoll und im Wechsel zwischen solistischen Partien (Marianne Beese, Eliana Bondarenko, Mira Gregori) und Choreinsätzen folgte „Mary’s Boychild“. Der schwingende Stil setze sich in „I’ve Got Peace Like a River“ (Orchester SMS) fort. Richtung Filmmusik ging es mit „Gabriel’s Oboe“ (von Ennio Morricone aus „The Mission“): Konstyantin Maslov (Klasse 10a) vermittelte gekonnt den erhabenen, melancholischen und gleichzeitig hoffnungsvollen Charakter dieses Stücks.

Mit minimalistisch nebeneinander stehenden Klangstelen in den Chorstimmen wurde es bei Arvo Pärts „De pacem Domine“ fast schon meditativ. Ähnlich schwebend und modern-spirituell klang „Ubi Caritas“ von Ola Gjeilo, untermalt von zarten Verzierungen am Klavier (Chi-Hsien Kuan).

Mit dem „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré und seinen eleganten fließenden Melodien bewegten sich Chöre und Orchester bereits Richtung Ende des Konzertabends.

Der hatte dann aber noch ein besonderes Finale: John Lennons „Imagine“, in dem alle Akteure gemeinsam musizierten (Solopart: Mia Zimmermann) mit seinem nachdenklichen Appell an Menschlichkeit und Vorstellungskraft.

Es hatte sich da schon abgezeichnet: Ohne Zugabe sollte der Abend nicht ausklingen. Die gab es dann auch mit „We are the World“, geschrieben von Lionel Richie und Michael Jackson. Mit dieser Hymne (Solisten: Emil Abels, Elikiah Da Costa, Samuel Habermann, Lucy Ludwig, Albi Huskovic) und begleitet von einem Handy-Lichtermeer verabschiedeten sich alle im Sinne der Hoffnung auf Frieden.

(Text: Ulrike Stumm)