Peter Geckeis

Peter Geckeis tritt nach 12 Jahren Gymnasium am Schloss in den Ruhestand – Würdige Verabschiedung des Schulleiters in feierlichem Rahmen

Es war ein bewegender Nachmittag am Montag, den 24.6.2019 im festlich geschmückten großen Saal der VHS in Saarbrücken. Oberstudiendirektor Herr Peter Geckeis wurde nach 12 Jahren Schulleitung am Gymnasium am Schloss in den Ruhestand verabschiedet. Neben einem fein abgestimmten musikalischen Rahmen durch (ehemalige) Schülerinnen der Schule unter Leitung von Frau Eva Behr waren einige Rednerinnen und Redner gekommen, um den beliebten Schulleiter herzlichst zu verabschieden.

„Was haben Sie nicht alles für die saarländische gymnasiale Bildung getan?“, fragte dann auch zu Beginn Barbara Ranker, Vertreterin des Kultusministeriums und der Schulaufsicht, rhetorisch und gab gleich selbst die Antwort: „Herr Geckeis ist ein Vollblutanglist, der beachtliche 18 Jahre Mitglied der Landesfachkonferenz im Fach Englisch war. Zunächst unterrichtete er ab 1983 als Deutsch- und Englischlehrer am Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen, ehe er 1999 den Schulleiterposten am Illtalgymnasium in Illingen übernahm.“ Nach acht Jahren Schulleitung in Illingen kam Peter Geckeis im Schuljahr 2007/2008 in gleicher Funktion ans Gymnasium am Schloss – und hinterließ dort große Spuren. Nicht nur die Elternvertretung war voll des Lobes: „Schulleiter Herr Geckeis war ein toller Direktor!“ (Hilke Wesner) und „ist sehr beliebt – so wie es vor ihm keiner war!“ (Ralph Hochstrathe). Immer wieder war zu hören, dass der Schulleiter „ein verlässlicher Ansprechpartner für die gesamte Schulgemeinschaft“ (Gertrud Schmidt, Förderkreis des Gymnasiums am Schloss) war und sich um die Schule verdient gemacht hat. Als „hartnäckiger Verhandler“ brachte er „in mühevoller Kleinarbeit den Schulanbau, die Schulhofgestaltung und den Prozess der systematischen Schulentwicklung voran“. Mit tränenreichen Worten stellte Kathrin Mischo vom Örtlichen Personalrat der Schule letztlich fest, dass Herr Geckeis „ein Schulleiter mit Leib und Seele“ war, der der Schulgemeinschaft fehlen wird. Schließlich kannte Herr Geckeis als „sehr empathischer Mensch“ (Peter Gillo, Regionalverband Saarbrücken) jede Schülerin und jeden Schüler mit Namen und hatte für alle stets ein offenes Ohr und eine offene Tür zu seinem Büro. So sprach auch die Schülervertretung ihren „tiefsten Dank“ aus und bezeichnete ihn sogar als „Vaterfigur“ (Jacob Pfeil), der jedem Schüler „als Mensch entgegentrat“ (Max Walter). Seine „modernen Ansichten“ (Lotte Schlimmer) und der „humorvolle, kommunikative Umgang mit den Schülern“ (Amina Beetari) führten zu dem Urteil, dass der „Verlust eines großartigen Direktors zu beklagen ist“. Der Stellvertretende Schulleiter Holger Blees benannte Herrn Geckeis dann auch treffend als „Glücksfall“ für die Schule und so war die Wehmut bei allen Beteiligten zu spüren, dass der „Schulleiter mit Charakter“ (Barbara Ranker) im Alter von 66 Jahren in den Ruhestand geht. So endete letztlich ein trotz vieler Redebeiträge kurzweiliger Nachmittag, bei dem auch viel geschmunzelt und gelacht wurde. Peter Geckeis genoss die laudativen und unterhaltsamen Momente der Veranstaltung sichtlich und blickte am Ende – ausgestattet mit der Ruhestandsurkunde – zufrieden zurück: „40 Jahre Schule, 20 Jahre davon als Schulleiter – mein Leben war im Grunde Schule, Schule, Schule. Ich konnte einmalige Erfahrungen sammeln und hatte eine gute bis wundervolle Zusammenarbeit in den 12 Jahren am Gymnasium am Schloss. Es war mir eine Ehre und Freude und ich bin stolz auf unsere Schule – das GaS hat sich prächtig entwickelt!“ In der Tat ist die Schule so gut aufgestellt wie noch nie zuvor: Seit der Neuausrichtung des Infoabends 2015 stiegen die Anmeldezahlen kontinuierlich an, so dass aus der ursprünglichen dreizügigen Schule inzwischen ein Gymnasium mit fünf (!) Eingangsklassen geworden ist. Der Schulleiter kann nun also beruhigt „viel Zeit“ mit seiner „Frau und Familie verbringen“ und die Schulleitung in andere Hände geben – eine Nachfolge ist allerdings noch nicht bekannt.

  • Presseschau:

Text: Benedikt Hoster
Foto: Schule