Mann über Bord

Bericht über die Segel- und Klassenfahrt der 8a1 auf dem Ijselmeer

Auf unserer Klassenfahrt vom 3.-10. April gab es zum Glück weder einen Mann noch eine Frau, die über Bord gegangen sind; dafür aber andere spannende und aufregende Erlebnisse.
Los ging es am Sonntag, dem 3. April, mit dem Bus nach Enhuizen in Holland, wo auch schon unser Schiff „die Radboud“ wartete, ein richtiger Luxuskahn mit 2er Zimmern, wobei jedes Zimmer eine eigene Toilette und Dusche besaß. Nachdem wir unseren Vorräte ordnungsgemäß verstaut und unsere Betten hergerichtet hatten, verbrachten wir unsere erste Nacht auf ruhiger See. Nach einem reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen, für das wir selbst Sorge getragen hatten, gab es an Deck die ersten Einweisungen und Übungen zum Knoten binden durch unseren Skipper Otto und Jacob, dem Maat. Nachdem wir anschließend alle gemeinsam mit voller Kraft die Segel gehisst hatten, stachen wir in See, also ins Ijeselmeer. Mittags gab es „Schmier“ und abends stellten wir uns selber in die Küche und schnippelten und kochten, was das Zeug hielt.
So war der Ablauf der Tage recht ähnlich: Immer liefen wir morgens gegen 10 aus und legten am Spätnachmittag in einem süßen kleinen holländischen Hafen an. Ein prima Speiseplan wurde schon im Voraus erstellt. Die Einkäufe der frischen Zutaten und den typisch holländischen „Knatschbroten“ für das Frühstück tätigten wir jeweils vor Ort. Abends hieß es dann entspannen, reden, spielen, lesen, schreiben, rumblödeln, mit Mitschülern ins Gespräch kommen, mit denen man sonst kein Wort wechselt, Musik hören oder an Deck den Sternenhimmel genießen.
Wir verbrachten gemeinsam eine tolle Woche an Deck in Schlafsäcken, um dem zeitweise recht eisigen Winden des Ijselmeeres zu trotzen oder geschützt im Tagesraum, in dem wir immer was zu reden hatten oder zum Spielen fanden, nachmittags auf Erkundungstour der holländischen Kultur oder auch am Meer.
Die Tage vergingen schneller als wir dachten und wollten. Aber es war wunderbar.
Die Woche hat uns als Klasse zusammengeschweißt. Wir haben gelernt, dass es gut – und durchaus von Vorteil ist – zusammenzuarbeiten: Das begann mit den Absprachen für Küchen-, Spül- und Tischdienste, ging über die Abendprogrammplanung bis hin zum Segel ein- und auspacken, hissen und wieder einholen. Vielleicht haben wir auch ein Gefühl bekommen für das, was man Demokratie nennt: Entscheidungen, die von der Mehrheit getroffen werden ohne Murren trotzdem mitzutragen.

8a1 2011
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