Alexander Dings (Klasse 12) belegt den 2. Platz bei bundesweitem Videowettbewerb „Mach dein X!“


Im Auftrag der Bundesregierung organisierte die Marketingagentur Serviceplan im September letzten Jahres einen Videowettbewerb, mit dem der sinkenden Wahlbeteiligung entgegengewirkt werden sollte.

Die Vorgaben an die Teilnehmer: In einem etwa sechzig Sekunden kurzen Video sollte auf möglichst originelle Weise etwas geformt werden, das aussehen sollte wie ein Kreuz auf einem Wahlzettel, verbunden mit der Aufforderung, am 27. September seine Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben. Vor allem junge Wähler sollten angesprochen werden, deshalb wählte man YouTube als Plattform für den Wettbewerb, wo er Anfang September unter dem an Eleganz nicht zu übertreffenden Namen „Mach dein X!“ ins Leben gerufen wurde.

Als ich von der Aktion hörte, war ich sofort Feuer und Flamme, da ich sehr an Politik interessiert bin; außerdem musste ich nach einer originellen Fertigkeit, mit der das Kreuz gestaltet werden könnte, nicht lange suchen: An den nächsten Nachmittagen baute ich aus etwa 5000 Dominosteinen mein „X“ auf, filmte das Umwerfen und stellte daraus und aus Sequenzen vom Aufbau der Steine meinen Beitrag zusammen 1) (wobei ich mich sehr ärgerte, dass der auf eine Minute beschränkt sein sollte… ich hätte gerne noch mehr Argumente angeführt).

Das Ergebnis fand sich bei Teilnahmeschluss unter insgesamt 125 Einreichungen wieder; daraus wählten die YouTube-Benutzer ihre 50 Favoriten. Die Zwei-Mann-Jury, das heißt: die Schauspielerin Wolke Hegenbarth und der Regisseur Zohan Bihac, kürten aus diesen 50 Videos schließlich die Gewinner.

Angesichts einer Reihe von Videos, die ich persönlich für gelungener hielt als mein eigenes, hatte ich mich selbst schon so gut wie abgeschrieben und fiel deshalb im positiven Sinne aus allen Wolken, als ich schließlich auf dem zweiten Platz landete.

Gewonnen hatte ich damit erstens einen Laptop und zweitens eine Reise:
Zusammen mit dem ersten Sieger (der mit einer herrlichen Parodie auf „Saw“ gewann) und den beiden Filmemachern, die Dritte wurden, werde ich für drei Tage den Bundestag besichtigen, mit Abgeordneten diskutieren und dabei auch noch Berlin sehen.

Ursprünglich war übrigens geplant gewesen, die Videos als Wahlwerbespots auch im Fernsehen auszustrahlen; das geschah allerdings schließlich nur mit einigen offiziellen Spots, die vorher gedreht worden waren – vermutlich, weil der Wettbewerb zwischenzeitlich verlängert wurde, sodass die Gewinner ironischerweise erst nach der Bundestagswahl gekürt wurden.



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