ALL WE NEED IS LOVE

Begeisterndes Sommerkonzert der Chöre des Gymnasiums am Schloss mit Special Guests.

Es fühlte sich eigentlich an wie immer – aber eben: wie schon lange nicht mehr. Nach Monaten des Wartens, in denen Singen zu den gefährlichsten Hobbies der Welt zählte. Von Chorarbeit ganz zu schweigen. Endlich wieder ein Konzert! Die Freude darüber war auch Rektor Hanns Peter Hofmann bei seiner Begrüßung anzumerken. Für die junge Chorleiterin Valeria Metzler und viele Sängerinnen und Sänger des Unterstufen- und Mittelstufenchores war es das erste Konzert überhaupt. Für alle anderen der erste Auftritt nach mehr als zwei Jahren. Der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor feierte unter der Leitung von Manuela Simmler eine Art Wiederauferstehung. Unterstützt wurden sie von einer exzellenten Band und ausgezeichneten Solisten.

Entsprechend begeistert wurde gesungen und musiziert. Und entsprechend voll war die Christuskirche in Saarbrücken an diesem lauen Sommerabend am 3. Juli. Das Thema hätte nicht passender sein können: ALL WE NEED IS LOVE. Alles, was wir brauchen, ist Liebe. Hätten wir mehr davon, wäre das Leben vielleicht einfacher, auf jeden Fall leichter. Dass die Musik dazu wesentlich beitragen kann, spürte man gleich zum Auftakt bei dem berühmten Beatles-Song „All you need is love“ mit großer Besetzung und Band. Der Unterstufenchor hatte unter anderem Beethovens „Ich liebe dich so wie du mich“ und Schumanns „Wenn ich ein Vöglein wär“ einstudiert. Der Mittelstufenchor ließ mit den beiden Elvis-Songs „Love me tender“ und „Can’t help falling in love“ die Herzen der Besucher höher schlagen. Der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor gab zwei bekannte Chansons d’amour zum Besten („La vie en rose“ und „C’est si bon“) und einige klassische Liebeslieder.

Natürlich kommt die Liebe musikalisch nicht immer nur schmachtend und herzerweichend daher, sondern sie braucht zwischendurch auch ordentlich Wumms und Würze. Daran ließ die spielfreudige Band mit Joshua Heckmann (Piano), Hannah Schröder (Bass) und Henning Schütz (Schlagzeug) keinen Zweifel. Sie gaben einigen Chorstücken den nötigen Swing und brillierten als Trio in zwei Instrumentalstücken. Amelie Schröder (Querflöte) und Nils Kurzyca (Gitarre) schließlich sorgten für die leisen Zwischentöne und verliehen dem Konzertabend mit zwei Stücken aus Astor Piazzollas „Histoire du Tango“ einen besonderen Glanz.

Nach zwei Stunden Programm voller Liebe – von der Romantik bis zur Popmusik, von Brahms bis zu den Beatles – gab es „All you need is love“ noch mal als Zugabe. Mit allen. Für alle. Zum Mitsingen. Am Ende tosender Applaus und Gänsehaut! Eigentlich wie immer – aber eben: wie schon lange nicht mehr.

 

Ralf Christofori

Fotos: Nils Brück

 

 

von Jochen Stief , 8. Juli 2022
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